Das Stück, das die Rechberger Laienspieler vier Mal aufführen, heißt "Flanke, Schuss und Tooor". Es gibt noch Restkarten für die Aufführung am 14. Januar. Die Darsteller (hinten, von links): Patrick Siebler, Frank Weißenberger, Frank Haberland, Regisseurin Brigitte Wiese. Mitte: Silvia Janz, Gregor Huber, Nathalie Dreher, Gino Murelli. Vorn: Nils Brodscholl, Nathalie Thomann, Salvatore Di Nucci und Souffleuse Sandra Siebler.

http://www.suedkurier.de/region/hochrhein/klettgau/Nur-noch-Restkarten-gibt-es-fuer-das-Theater-der-Laienschauspieler-Rechberg;art372608,9069052

OBERHAUSEN.   Gekonnt spielt das Theaterstudio die Komödie „Ohne Kies ist’s mies“: Eine Newcomerin durchkreuzt die „geregelte“ Nachfolge im Amt der Oberbürgermeisterin.

Als Außenstehender kann man ja nur mutmaßen, wie es im Rathaus so zugeht. Die beiden Theater-Autoren Brigitte Wiese und Patrick Siebler scheinen’s zu wissen. Das Theaterstudio des Katholischen Bildungswerks setzte ihre Komödie „Ohne Kies ist’s mies“ jetzt in die Tat um. Der Ort: die Oberhausener Stadtkanzlei, das Büro des Oberbürgermeisters. Im Katholischen Stadthaus war die Premiere.

Die Namen der Akteure waren natürlich frei erfunden, jede Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen nicht beabsichtigt. Aber Mandy Schick (Alexandra Ridder), Vera Knauser (Gabi Richter) und Gerda Müller-Vorfelder (Silke Slavik) haben die Arbeit nicht erfunden. Mandy ist die Sekretärin der Oberbürgermeisterin (Marianne Real), einer würdigen Dame, die bald in Pension geht.

Gerda hat noch Ambitionen

 

Und wie Mandys Name erahnen lässt, ist sie vor allem auf ihr Äußeres bedacht. Wann immer sie die Gelegenheit hat, holt sie ihren Schminkkoffer hervor. Vera ist die Stadtkämmerin, immerhin auf Sparsamkeit bedacht. Und Gerda, die Hauptamtsleiterin, hat noch Ambitionen. Es sieht so aus, als könnte sie die Nachfolge der Oberbürgermeisterin antreten. Das Trio meint bei ergiebigen „Dienstbesprechungen“ (Kaffeepausen) die Stadt im Griff zu haben.

Wenn da nicht noch die OB-Wahl durch die Bürger wäre und plötzlich eine Gegenkandidatin von auswärts auf den Plan treten würde: Susi Kies (Kirsten Hörold-Menke), eine selbstbewusste Mitvierzigerin: „Ich bin studierte Economy Development Managerin!“ Sie stürzt das Stadtkanzlei-Trio in helle Aufregung. Denn Susi Kies (Wahlspruch: „Ohne Kies ist’s mies!“) kündigt an, im Rathaus gründlich aufzuräumen, den Laden flotter zu machen. Vor allem verspricht sie das Blaue vom Himmel: Rosa Flodder (Beate von Schwedler-Görtz), der Sozialhilfeempfängerin, soll es nach ihrer Wahl besser ergehen und Joschka Tritthin (Udo Binert), der Umwelt-Aktivist, soll alle Un­ter­stützung bekommen, um seinen vom Aussterben bedrohten Lätta-Bomber-Nagerkäfer zu retten.

Mit ihrer spröden Ansprache fällt Gerda bei der Wahl glatt durch. Susi Knies zieht alle Register der Demagogie: „Als ich kürzlich über die Marktstraße spazierte, dachte ich, welch ein Glück muss es sein, hier wohnen zu dürfen!“ Aber nach ihrer Wahl ist sie nicht mehr wiederzuerkennen. Sie genehmigt sich einen Ferrari als Dienstwagen, baut damit prompt einen Unfall und fällt monatelang aus. Das lästige Trio hat sie vorher aber noch zum Bauhof versetzt.

Die Rollen sind gekonnt gestaltet

Weil in der Stadtkanzlei Blutspuren gefunden werden, geht man von einem Anschlag auf Kies aus. Eine Kriminalbeamtin (Sigrid Woynack) ermittelt. Die Kommunalaufsicht wird wegen der Dienstwagen-Affäre eingeschaltet. Kies lässt sich durch eine Anwältin (Anita Nerrlich) vertreten. Und mit ihrer Suspendierung zieht das Trio wieder in die Stadtkanzlei ein.

 

Anna Polke, Schauspielerin am Theater Oberhausen, führt Regie. Gekonnt sind die Rollen gestaltet. Auch die Ausstattung sitzt – von den Gummilatschen der Sozialhilfeempfängerin bis zur feuerroten Lederjacke der Ferrari-Fahrerin. Und weil es im Katholischen Stadthaus keine räumliche Trennung zwischen Bühne und Publikum gibt, können die Zuschauer/Bürger mal hautnah am Geschehen in der Stadtkanzlei teilhaben.

http://www.waz.de/staedte/oberhausen/tiefe-einblicke-in-die-oberhausener-stadtkanzlei-id209996353.html#

Die Kurpfälzer Bühne übergab den Erlös aus ihrem zurückliegenden Theaterstück für einen guten Zweck. Die Spende von insgesamt 2000 Euro war das eingespielte Geld aus der Komödie "Ein Amt auf Abwegen", die im letzten Herbst insgesamt acht Mal vor ausverkauftem Haus aufgeführt worden war. Spielleiterin Barbara Kießling und das Ensemble der 2004 innerhalb der Seelsorgeeinheit Schwetzingen gegründeten Theatergruppe begrüßten zur Spendenübergabe im Josefshaus den stellvertretenden Landesvorsitzenden des Weißen Ring, Thomas Franz, der das Geld für den gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern entgegennahm. Eine größere Spende war bereits an die katholische Seelsorgeeinheit gegangen, zum Unterhalt von St. Maria und des Josefshauses, beides sind die Probestätten der Kurpfälzer Bühne.

Thomas Franz berichtete den Schauspielern vom Verein. Der Weiße Ring, 1976 in Mainz ins Leben gerufen, Initiator und Mitbegründer war der Journalist und Fernsehmoderator von "Aktenzeichen XY...ungelöst", Eduard Zimmermann, hat knapp 50 000 Mitglieder und ist Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität. Die Organisation ist in 18 Landesverbände gegliedert und unterhält bundesweit rund 420 Außenstellen mit rund 3200 ehrenamtlichen, professionell ausgebildeten Helfern. Über die Jahre habe der Weiße Ring bereits vielen hunderttausend Kriminalitätsopfern und ihren Angehörigen menschlichen Beistand und immaterielle Hilfe geben können, so Franz.

Nächste Premiere im Oktober

"Ein Thema, das uns alle angeht, da helfen wir gerne mit unserer Spende", meinte Barbara Kießling. Die Laienspielgruppe ist bereits wieder eifrig am Proben. Für das neue Stück "Ba...Ba...Banküberfall", eine Kriminalkomödie in drei Akten von Brigitte Wiese und Patrick Siebler, die am 22. Oktober Premiere hat, beginnt der Kartenvorverkauf am Samstag, 15. Juli, 14 bis 15 Uhr im Jugendzentrum der katholischen Kirche im Hof von St. Pankratius. vw

© Schwetzinger Zeitung, Montag, 10.04.2017

 

http://www.morgenweb.de/schwetzinger-zeitung_artikel,-schwetzingen-komoedie-hilft-kriminalitaetsopfern-_arid,1030279.html

Neues Stück des Vitos-Theaterensembles feiert heute Premiere

31.03.2017

 

„Ohne Kies ist es mies“ heißt die Komödie, die am 31. März sowie am 1. und 2. April 2017, jeweils um 20 Uhr, im Festsaal des Waldkrankenhauses Köppern aufgeführt wird. Das Stück von Brigitte Wiese und Patrick Siebler in der Inszenierung von Nils Volkersen entführt das Publikum in das beschauliche Taunusstädtchen Friedrichsdorf, wo im Rathaus ein erbitterter Kampf um den Bürgermeistersessel entbrannt ist.

„Ohne Kies ist es mies“ heißt die Komödie, die am 31. März sowie am 1. und 2. April 2017, jeweils um 20 Uhr, im Festsaal des Waldkrankenhauses Köppern aufgeführt wird. Das Stück von Brigitte Wiese und Patrick Siebler in der Inszenierung von Nils Volkersen entführt das Publikum in das beschauliche Taunusstädtchen Friedrichsdorf, wo im Rathaus ein erbitterter Kampf um den Bürgermeistersessel entbrannt ist.

Darum geht es: Die Bürgermeisterwahl in Friedrichsdorf steht unmittelbar bevor. Da die Altbürgermeisterin Wiltrud Heller nicht mehr antritt, glaubt Hauptamtsleiterin Gerda Hofer-Birrenbach, leichtes Spiel zu haben. Bis sich im letzten Augenblick die bis dahin völlig unbekannte Suse Kies um den Posten bewirbt, die mit ihrem Wahlspruch „Ohne Kies ist es mies“ das Bürgermeisteramt erobern will. Bei den Friedrichsdorfern stößt Suse Kies mit ihrem freundlichem Eingehen auf jeden einzelnen Bürger, ihren tollen Wahlversprechen und flotten Sprüchen auf Begeisterung. Die Rathausangestellten Mandy Schick und Vera Schmitz, die Tierretterin Claudia Trammer, die Hartz IV-Empfängerin Rosa Schlotter und die Putzfrau Agnieszka Polancka unterstützen sie auf jeden Fall tatkräftig.

Kann Suse Kies als Senkrechtstarterin so die Wahl gewinnen?

„Ohne Kies ist es mies“ ist nach „Gretchen 89 ff“, „Villa Alzheim“ und „Fünf Frauen und ein Mord“ bereits das vierte vom Theater-Ensemble von Vitos Hochtaunus aufgeführte Stück. Die Komödie in drei Akten von Brigitte Wiese und Patrick Siebler in der Inszenierung von Nils Volkersen wird wie folgt aufgeführt:

Premiere:  Freitag, den 31. März 2017, 20.00 Uhr
2. Aufführung:  Samstag, den 1. April 2017, 20.00 Uhr
3. Aufführung: Sonntag, den 2. April 2017, 20.00 Uhr

http://www.vitos.de/holding/service/aktuelles/aktuelles-anzeigeseite/article/neues-stueck-des-vitos-theaterensembles-feiert-heute-premiere.html

Welcher Deckel passt auf welchen Topf?

Laienspielgruppe des TuS 07 begeistert mit Komödie „Partneragentur ’Trau Dich’“ – Fünf Vorstellungen ausverkauft

Seit 35 Jahren gibt es die Theaterabteilung im TuS 07 Steinbach – längst hat die Laienspielgruppe so einen guten Ruf, dass die mittlerweile fünf Vorstellungen binnen kurzer Zeit ausverkauft sind. „Topf sucht Deckel“ oder „Partneragentur ’Trau Dich’“ lautet in diesem Jahr der Titel des Stückes, den die elf Akteure bei der stürmisch gefeierten Premiere am Freitag auf die Bühne der Turnhalle gebracht haben. Eine in Sprache, Mimik und Gestik durch die Bank herausragende Leistung des Ensembles unter der Regie von Birgit Kuhn und Manfred Lehrmoser. Letzterer ist Leiter der Formation und wie die Darsteller (zurecht) schon ein wenig stolz auf das große Interesse an ihren Aufführungen, zu denen regelmäßig Besucher aus mindestens drei Landkreisen an den Donnersberg kommen. In der Vergangenheit hat die Gruppe meist Bauerntheater gespielt. „Dieses Jahr haben wir uns für eine Komödie entschieden“, erläuterte Lehrmoser in seiner Begrüßung. Dieser Schritt entpuppte sich als Volltreffer. Die häufig genutzte Phrase, wonach die Komödie in drei Akten von Brigitte Wiese und Patrick Siebler den Darstellern „wie auf den Leib geschnitten“ ist – hier trifft sie voll und ganz zu. Den Regisseuren ist es gelungen, aus der für ein Dorftheater großen Gruppe – elf Akteure spielten zwölf Rollen – eine prächtig funktionierende Einheit zu formen.Das komplette Geschehen spielt sich in den Räumen der Partneragentur „Trau Dich“ ab, zu deren Kunden einige – schwer vermittelbare – Karteileichen gehören. Im Bemühen, einige dieser Problemfälle an den Mann (oder die Frau) zu bringen, beschreitet Inhaberin Gerda Kuppel (Sandra Werner) völlig neue Wege und lässt das Computerprogramm „Topf sucht Deckel 3.0“ installieren. Softwareverkäufer Fritz Speicher (Gerald Heeger) verspricht eine Treffsicherheit von 99,9 Prozent. Bevor sich die Agenturchefin mit ihrer Assistentin Erika Schabowski (Sophia Selzer) mit Hilfe der modernen Technik an die „offenen“ Fälle macht, platzen zwei Frauen auf der Suche dem passenden Mann herein. Lisa Kräuter (Sabrina Ciara) möchte einen jungen und knackigen Partner, der auch noch Millionär sein soll. Ganz so anspruchsvoll ist Olga Kiste (Nicole Geisler) nicht: Sie gibt sich gerne mit einem Rentner im fortgeschrittenen Alter (und nicht mehr allzu hoher Lebenserwartung) zufrieden. „Rüstig ist nicht wichtig, aber Geld soll da sein“, so ihre Vorstellung. Kaum sind die Personalien und Wünsche im neuen Computersystem erfasst, taucht die notorisch unzufriedene Thea Lästig (Birgit Schmidt) auf. Sie bemängelt, das letzte Rendezvous habe nicht ihren Vorstellungen entsprochen – weshalb sie nun den Jahresbeitrag von 2000 Euro zurückfordert. Der von der Agentur vermittelte Mann habe sich derart daneben benommen – die von ihr geschilderten Details sehen die Besucher bald darauf in Natura –, dass sie die komplette Zeche habe bezahlen müssen. Ihre Forderung schmettert die clevere Vermittlerin allerdings ab mit Verweis auf die Paragrafen 1024 und 3487 des Vertrags, wonach jegliche Haftung ausgeschlossen sei. Immerhin verspricht sie der halbwegs besänftigten Lästig am Ende: „Wir finden auch für Sie den passenden Deckel.“

Lediglich einen Seitensprung sucht der golfspielende Karl Vögler (Gerald Heeger in einer Doppelrolle) – doch der stotternde Ehemann kommt nicht zum Zug, denn „wir haben ein seriöses Programm“, so Kuppel. Ganz cool gibt sich Automechaniker Toni Hecht (Christian Ciara) – ein Macho par excellence, der gerne die Füße auf den Tisch legt und sich ständig mit der Hand zwischen die Beine greift. Er konnte bislang ebenso wenig vermittelt werden wie Landwirt Rudi Simpel (Ralf Becker), der nicht nur einfältig, sondern auch noch mit einer Menge schlechten Manieren ausgestattet ist – allen voran sein ständiges Popeln in der Nase, wobei er die Errungenschaften anschließend genüsslich anderen an die Jacke schmiert oder ins Publikum schnickt. Es folgt ein starkes Rollenspiel mit dem Kaugummi kauenden Toni und dem in der Nase bohrenden Rudi – mitten in dieses Geschehen platzt Heinz Schmalz (Wolfgang Bauer), ein offensichtlich mittelloser Heiratsschwindler, der nun in der Partneragentur „Trau Dich“ sein (vor allem) finanzielles Glück sucht.

Ganz andere Probleme hat Ben Lau (Volker Bauer): Seine Tante Lydia hat ihm ein beträchtliches Erbe hinterlassen – das er allerdings nur antreten darf, wenn er binnen drei Monaten verheiratet ist. Andernfalls fällt das Vermögen dem Katzenverein zu. Derweil hat sich Barbara „Babsi“ Block (Ina Betz), eine verdeckte Ermittlerin der Polizei, als vermeintlich Heiratswillige in die Agentur eingeschlichen. Eigentlich soll sie einen Mädchenhandel aufdecken, kommt dann aber einem anderen Ganoven auf die Spur. Bei einem abendlichen Schnuppertreffen kommt es dann zum großen Showdown: Software-Verkäufer Fritz Speicher erscheint mit der Auswertung des Programms, welcher Deckel auf welchen Topf passt. Doch dann kommt alles wieder ganz anders ...

Wie’s ausgeht, erfahren am kommenden Wochenende die Besucher der beiden weiteren Aufführungen, die bereits ausverkauft sind – wie schon seit Jahren in Steinbach.

theater 2017

Wörtlich

Vorsicht bei Männern mit funkelnde Auge – es kennt die Sunn sinn, die vunn hinne derchs hohle Hirn scheint.“ Gerda Kuppel alias Sandra Werner.

„Mit der Ehe isses wie mit em Restaurant-Besuch: Mer denkt, mer hott es beschde gewählt – bis mer sieht, was de Nachbar krieht hott.“
Karl Vögler (Gerald Heeger), stets auf der Suche nach einem Seitensprung.

„Er kann nix dezu, er is halt so uffgewachs. Er kummt aus Börrstadt.“
Gerda Kuppel (Sandra Werner) über den ständig in der Nase bohrenden und auch sonst mit allerlei schlechten Manieren ausgestatteten Rudi Simpel (Ralf Becker). Die Sticheleien gegen den Nachbarort sind fester Bestandteil des Steinbacher Dorftheaters.

„Denn würd ich aa net vun de Bettkant stoße.“ – „Mer misst halt wisse, ob er iwwer es needische Kläägeld fer e gescheiti Bettkant vefügt. Vor allem ääni, die mich aushalt.“
Dialog zwischen Lisa Kräuter (Sabrina Ciara) und Olga Kiste (Nicole Geisler), die wiederholt mit ihren Pfunden kokettierte.

http://www.tus07steinbach.de/index.php/component/content/article/31-theater/dorftheater/theater-auffuehrungen/theater-berichte/1069-theater-bericht-2017

Die Laienspielgruppe Früh-Beet der St. Markus-Gemeinde zeigte in der Kriminalkomödie „Oje, schon wieder eine Leiche!“ von Brigitte Wiese und Patrick Siebler auf der Bühne im Gemeindezentrum am Wochenende, wie es klappen kann. Die Wohnung der Familie Meuchler dient im Ort als Marktplatz, wo alle ständig auftauchen. Und Ilse Meuchler, gespielt von Svenja Martius, hat auf einen Dauergast überhaupt keine Lust, auf Harry Hecht (Ducan Juli). Die windige Type hat sich bedauerlicherweise Ilses Gatten Werner (Tim Wunderle) als besten Freund ausgewählt. Allabendlich ziehen die beiden im Ort um die Häuser, besuchen Lokalitäten, die sich Probierstube und Hexestubb nennen. Ilse fürchtet, der Gatte schaut sich dort nach Frauen um. Obwohl sie der stichelnden und tratschenden Nachbarin Vreni Weiß, die abwechselnd Hannah Flach und Hannah Seiwerth mimen, versichert, ihr Werner sei eine treue Seele, „der holt sich außerhalb den Appetit, gegessen wird aber daheim“.

Ein Jahr probten die Nachwuchsschauspieler im Alter von 13 bis 24 mit den Regisseuren Daniel Schneider und Tim Rieth. Rieth spielt noch den Alexander, den Schwiegersohn in spe der Meuchlers, der Tochter Carmen (Elisa Grossmann) ehelichen will.

Alexander gilt zwischenzeitlich ebenso als Leiche wie Harry. Verantwortlich für die totenähnliche Ohnmacht ist die Einnahme eines Essens, das auf dem Wohnzimmertisch der Meuchlers rumsteht und sich „Powerporn“ nennt, „Das Stärkungsmittel für die geschwächte Manneskraft“.

Zwar sind alle Kerle felsenfest überzeugt, auch ohne „Powerporn“ glänzend zurechtzukommen, aber ein bisschen „mal probieren“, will jeder. Was sie nicht wissen: Ilses Schwester, die Kleinganovin Toni Knast (Chiara Röder), plant mit ihrem Azubi Leo Meier (Salome Wagner) einen Kneipenwirt mittels K.-o.-Tropfen um die Tageseinnahmen zu erleichtern. Doch die ins Potenzfläschchen umgefüllten Tropfen vergisst Leo bei den Meuchlers. Und Ilse versteckt die lebenden Leichen aus Angst, die Polizei könnte sie für eine Mörderin halten.

Am Ende kippt noch der Pfarrer (Victoria Juli) aus den Latschen. Reporter Kritzler (Pascal Strauch) wittert eine Story – „Heiratsschwindler schlägt Pfarrer auf der Flucht nieder“. Denn Harry ist zwischendurch wieder erwacht. Das geplante Tête-à-Tête mit Lilli (Maja Lovric) muss er aber abschreiben. Lilli fand derweil heraus, dass Harry weder Ferrari fährt, noch Fincas besitzt und auch keinen Golfschläger schwingt. Eine Intimität mit dem Jogginganzugträger kommt für sie nicht mehr in Frage, „nie mehr will ich dich sehen“. Stets um Aufklärung mühen sich Kommissarin Müller (Caroline Wunderle) und Kollegin Metzger (Amelie Riva).

Das Publikum hatte in der fast ausverkauften Vorstellung am Samstag hörbar seinen Spaß an der illustren Komödie. Schauspieler und Regisseure nahmen die Proben augenscheinlich ernst. Dazu gehörte etwa auch, die Texthänger zu üben. Cool bleiben und abwarten bis Souffleur Daniel Schneider dezent und für die hinteren Reihen nicht mehr wahrnehmbar das Stichwort gibt, lautet die Devise. Bedauerlich ist nur, dass bei all der guten Arbeit, nach gerade mal zwei Vorstellungen bereits der letzte Vorhang fiel. (man)

https://www.op-online.de/region/muehlheim/schon-wieder-eine-leiche-querbeet-kriminalkomoedie-muehlheim-besucht-8335489.html

Die Kurpfälzer Bühne war im vergangenen Jahr gleich auf mehreren Ebenen aktiv. Anlässlich des Stadtjubiläums präsentierte die Gruppe beim großen Spargelfest auf der Hauptbühne vor dem Schloss ein mittelalterliches Stück, heißt es in einer Pressemitteilung. Im September feierte auch die Nachbargemeinde Oftersheim das gleiche Jubiläum, und dort waren die Akteure sowohl als Fußgruppe Thema "Der Schwarze Tod" als auch mit einer Spielszene aus dem Dorfleben der 50er Jahre beim "Heiteren Dorfabend". Beide Stücke wurden eigenständig recherchiert und geschrieben. Zusätzlich gab es auch noch das "Große" Stück: " Ein Amt auf Abwegen" gewährte vergnügliche Einblicke in die Schreibstube eines Bürgermeisters.

In der aktuellen Saison geht es dagegen knallhart zur Sache, denn beim "Ba-Ba-Banküberfall" kennen die Räuber kein Pardon. In der Kriminalkomödie in zwei Akten von Brigitte Wiese und Patrick Siebler, steht das Ehepaar Klammer durch Spekulationstipps des Bankdirektors Brankovski kurz vor dem Ruin. Kurzerhand wird die Bank überfallen - doch statt Kohle gibt's nur Altpapier! Hat da etwa schon ein Anderer abgeräumt?

Während die Polizei auf Verbrecherjagd ist und der ehrgeizige Reporter Kritzler seine Jahrhundertstory wittert, planen die Räuber schon den nächsten "Coup". Da haben sie aber die Rechnung ohne Opa Paul gemacht... zg